Samstag, 2. August 2014

Gut Abgeschnitten!

Ein vorausschauender Rückblick auf die Pre-Fall Saison 2014

Dior Pre-Fall 2014 via designandculturebyed

Die Fashion-Branche hat viel mit einer Achterbahnfahrt gemeinsam. Es geht hoch hinaus, sodass man meinen könnte, alles erreichen zu können - das sprichwörtliche "nach den Sternen greifen". Dann wieder tief hinab oder die ganze Welt wird auf den Kopf gestellt. Unerwartete Wendungen, überraschende Blickwinkel und Perspektiven auf das Leben können sich auf solch einer Fahrt eröffnen. Jedoch weiß man, dass sie irgendwann vorbei ist. Man kann sie beliebig wiederholen, sodass sich eine gewisse Sicherheit einstellen kann. Annahmen und Erwartungen lassen sich schnell bestätigen und rufen Befriedung und Verzückung hervor. Ich persönlich war schon viel zu lange nicht mehr in einer richtig guten Achterbahn, eine, die mich so richtig mitreißt und hungrig auf mehr macht. 

Mittwoch, 30. Juli 2014

Just Married!















Am 16. Juli war es soweit - nach sechs Jahren gemeinsamer Zeit, Höhen und Tiefen haben mein Freund und ich geheiratet. Im Kreis unserer nächsten Verwandten und Freunde gaben wir uns in einer kleinen Stadt mit wunderschönem, historischen Trausaal das Jawort. Wir hatten einen wunderschönen Tag, großartiges Essen in entspannter Atmosphäre. Vielen Dank an alle, die diesen Tag für uns so unvergesslich gemacht haben.
Ich möchte an dieser Stelle auch gar nicht mehr Worte über die Ehe oder unsere Beweggründe verlieren. Nur so viel: Ich brauchte definitiv einen Grund, mir die wunderschönen Sandalen von See by Chloe zu kaufen.
Aber seht selbst.

Das Kleid ist von Zara, die Schuhe von See by Chloe, Handtasche Vintage, Kette selfmade.
Pictures by ClaraCremer





Mittwoch, 23. Juli 2014

Comeback

Zurück aus der Pause


Bilder via elle.co.uk, fotografie forum frankfurt, capitol couture, wmagazine.com


Es ist eine Weile her, dass der letzte Post von mir auf meinem Blog zu lesen war. Nicht, dass es mir keinen Spaß mehr gemacht hätte, allerdings haben andere Verpflichtungen Vorrang gehabt. Vor allen Dingen hat die Uni viel Zeit und Zuwendung gefordert und tut es auch immer noch - jedoch möchte ich mich nicht länger von meinem Blog fernhalten, da ich sonst befürchte, nie mehr zurückzukehren. 

Also geht es weiter. Knapp drei Monate nach meinem letzten Post melde ich mich zurück, voller Tatendrang, gefüllt mit Ideen, Stories und Gedanken, die ich hier gerne ausbreiten möchte. Es wird sich weiterhin das meiste rund um die Mode drehen, aber auch die Filme und die Kunst sollen nicht zu kurz kommen. 



Demnächst hier zu lesen:


- eines der wichtigsten Ereignisse im Leben eines jeden Menschen: ICH HABE GEHEIRATET. 


- Berichte über einige aktuelle Ausstellungen in den Frankfurter Museen.


- der neue Sportmoden-Trend. Ursachen, Auswirkungen und Möglichkeiten. 


- Ein Rückblick oder auch eine Vorschau auf die gezeigten Resort-Kollektionen. 

- und aus dem Bereich des Films: Capitol Couture feiert ein furioses Comeback. 


Ich hoffe, dieser Ausblick macht Lust auf mehr. Auch meinen Tumblr werde ich wieder aktualisieren - schaut vorbei. Weiterhin erreicht man mich auch immer über Twitter - falls ich eine interessante Neuigkeit aufschnappe, dann ist mir das immer einen Tweet wert. Und vielleicht gibt es diesen Blog auch bald - zumindest komprimiert - auf Englisch. 

Mittwoch, 16. April 2014

Wie hoch darf es sein?

Eine Frage des Schuhwerks

Meghan Collison für das Oyster Mag - links Schuhe von Dries van Noten


Als ich vor neun Jahren konfirmiert wurde, gab es neben der eigentlichen Konfirmation am Sonntag auch noch die Vorstellung eine Woche vorher. Somit mussten für beide Anlässe Outfits und Schuhe gekauft werden, da ich auf keinen Fall gleich aussehen wollte. Die anderen Mädels änderten nur die Bluse und natürlich die Frisur, nur Details, Kleinigkeiten. Ich allerdings bestand auf zwei komplette Ensembles, verschieden in jeglicher Hinsicht. Für die Vorstellung hatte ich mir einen weißen Nadelstreifenanzug ausgesucht, darunter eine altrosafarbene Korsage, mit Perlen bestickt. Ja, mein Geschmack zu dieser Zeit könnte man als äußerst fragwürdig beschreiben, aber mir hat es tatsächlich gefallen. Hauptsache ausgefallen und aus dem Rahmen – so könnte mein Motto gelautet haben. Die Schuhe allerdings, die ich mir dazu ausgesucht hatte, konnten sich wirklich sehen lassen. Auch weiß, natürlich, mit verschnörkelten Verzierungen und dem ersten fünf Zentimeter Absatz meines Lebens. Slingbacks, spitzzulaufend (schon damals hatte ich ein Faible für diese Schuhform) und seitlich zu schließen. Ich hatte mich sofort in sie verliebt gehabt. Für die Konfirmation an sich hielt ich es dann klassischer. Allerdings musste ich auch an diesem Tag herausstechen und trug als einzige der Mädels einen Rock. Das Ergebnis verqueren feministischen Denkens. Zu klassisch schwarzem Rock, Blazer und weißer Bluse trug ich meine ersten zehn Zentimeter hohen Pumps. Sie waren schwarz-weiß, auch wieder spitzzulaufend und hatten einen nadelscharfen Absatz. Ich war unglaublich stolz darauf, auf diesen Schuhen mit meinen dreizehn Jahren perfekt laufen zu können. Meine tänzerische Ausbildung machte ich zum großen Teil dafür verantwortlich. Und nach diesem Sonntag ließ ich keine Einwände meiner Mutter bezüglich Schuhwerk mehr gelten. Sie hatte mir die beiden mit Absatz gekauft, nun mussten die gefälligst auch getragen werden – die Investition sollte doch nicht umsonst getätigt worden sein.

Sonntag, 13. April 2014

Über Stock und Stein

Von der Kunst des Flanierens




Mode ist ein gesellschaftliches Phänomen, welches sich durch jede Lebenslage, und sei sie noch so persönlich, zieht. Egal, ob man den Sonntag im Schlafanzug verbringt, im Bikini im Park oder aber bei Verwandten zum Kaffee eingeladen ist und deswegen, wie meine Mutter das früher nannte, in der Sonntagsstaat das Haus verlässt. Und da dem so ist, habe ich auch keine Hemmungen heute über die schon oben erwähnte "Kunst des Flanierens" zu sinnieren, heute eigentlich nur noch unter ihrem modernen Synonym bekannt, dem Spazieren.
Doch obwohl man es heute wohl nur noch unter spazieren gehen kennt, ist das Flanieren doch von anderer Qualität. Noch vor hundert Jahren ging man nämlich herausgeputzt auf den großen Boulevards der Metropolen flanieren. Und wenn nicht auf den großen Straßen, dann traf man sich im Park. Man ging auf und ab, plauderte hier, nickte sich dort zu und zeigte sich der Welt. Darum ging es vor allen Dingen - um das Sehen und Gesehenwerden. Man untermauerte seinen sozialen Status durch Kleidung und Auftreten. Da durfte natürlich der Sonnenschirm und Spazierstock nicht fehlen. Wunderschön flanieren konnte man bestimmt auf den Champs d'Elysee in Paris, auch im Palmengarten in Frankfurt, im Campo del Moro in Madrid und sicher auch Unter den Linden in Berlin. Die Straßen und Wege waren gepflegt und ordentlich, sodass Schuhe und Kleidung so wenig wie irgend nötig beschmutzt wurden.

Dienstag, 8. April 2014

Dresscode erforderlich?!

Oder: "Wir alle spielen Theater"

Film Still aus "Sex and the City" sechste Staffel, Folge 14 "The Ick-Factor"


So wie der Untertitel dieses Artikels lautet der Titel eines Buchs von Erving Goffman (Goffman, Erving, Wir alle spielen Theater. Die Selbstdarstellung im Alltag. hier erhätlich). In diesem macht der Soziologe auf einfachste Art klar, dass wir alle zu jeder Zeit Theater spielen - sei es gegenüber Freunden, Vorgesetzten oder der Familie. Und das noch nicht einmal bewusst. Er sagt, dass wir für jede Vorstellung immer wieder hinter dem Vorhang verschwinden, um uns neu zu kostümieren, aber trotzdem noch wir selbst bleiben, nur eine andere Facette zeigen. Diese Art Theater beginnt schon morgens vor dem Kleiderschrank und endet abends wieder davor, wenn man sich fürs Bett fertig macht oder überlegt, was man am nächsten Tag anziehen möchte, da man diesen und jenen Termin hat, diese oder jene Person trifft. 
Heute soll es um das Theater an sich gehen und welche Dress Codes dieses mit sich bringt. Denn wie Goffman in seinem Buch gezeigt hat, sind auch wir es, die paradoxer Weise Theater spielen, selbst, wenn wir ein Theater besuchen wollen. Das Theater als Ort hat eine mehrere Jahrtausende zurückreichende Tradition, die bei den alten Griechen in Europa beginnt. Geliebt, gefürchtet und gehasst war es durch die Jahrhunderte hinweg je nach vorherrschender Geistesströmung. Verschiedenste große Köpfe und Denker haben versucht, durch das Theater zu erziehen. Es war schon immer ein Ort für gesellschaftlichen Austausch, für das Zusammenkommen von verschiedensten Menschen und das ab einem gewissen Punkt sogar aus verschiedensten Gesellschaftsschichten. Mit den Menschen kommt aber auch ihre Kleidung ins Theater. 

Donnerstag, 3. April 2014

Fashion für zwischendurch /2

Dieses Mal: welche Trends ich nicht tragen werde


Sorry Proenza Schouler - Ad Campaign SS 2014


Die Vorlesungsfreiezeit ist fast vorbei und das heißt für die meisten Studenten in den Geisteswissenschaften, dass die Abgabefristen für die Hausarbeiten immer näherrücken. Meine Frist ist zum Beispiel am nächsten Montag. Und momentan befinde ich mich mitten drin in einer Arbeit über Eileen Gray, eine großartige Designerin für Inneneinrichtung und vor allem Architektin. Dieser Name sagt wohl den wenigsten etwas, die sich nicht mit jeder Faser ihres Seins der modernen Architektur verschrieben haben. Eventuell werde ich eine Art Auszug aus meiner Arbeit hier präsentieren - das entscheide ich, wenn ich mit dem eigentlichen benoteten Schriftstück fertig bin.
Aus gegebenem Anlass gibt es heute deswegen auch nur Teil /2 meiner Serie "Fashion für zwischendurch", da Frauen zwar Multitasking fähig sind, aber der theoretische Komplex, der sich im Moment in meinem Hirn heimisch fühlt, sehr eifersüchtig auf andere, ernsthafte Gedanken reagiert.
Heute soll es um Trends gehen, die ich garantiert nicht tragen werde - und das aus den verschiedensten Gründen. Und das ist auch gut so, denn wie ich schon des öfteren gesagt habe, sind Moden oder eben neudeutsch Trends dazu da, zu inspirieren oder eben auch nicht. Sie lassen die Wahl, in dem Sinne ist Mode durchaus demokratisch. Und ich kann neben den ernsthaften Gedanken und wissenschaftlichen Formulierungen meinem Hang zur Ironie freien Lauf lassen.